Zwischen den Jahren und im Januar Seattle

6 Mrz

Seit dem wir aus Hawaii wieder gekommen sind, ist eine ganze Menge Zeit vergangen. Weihnachten haben wir hier in der Bay Area verbracht. Am heiligen Abend haben wir ein drei Gänge Menue gekocht. Es gab zur Vorspeise zwei verschiedene Crostini. Als Hauptgang einen mit Cranberries und Aprikosen gefuellten Braten mit Brokkoli und Suesskartoffeln. Als Dessert war eine Biskuit-Eisrolle geplant, allerdings hatte mich mit den amerikansichen Längen von der Backform vertan, in der der Teig gebacken werden sollte, daher gab es einen Biskuit-Eis-Stapel-Kuchen 🙂

Am ersten Weihnachtstag waren wir bei Mayra und Chris eingeladen, wie auch schon an Thanksgiving war es ein schöner Abend. Zu Weihnachten hatte Sascha ein Drei-Gänge Menü von mir bekommen. Das hab ich am zweiten Weihnachtstag gemacht. Zwischen den Jahren haben wir insgesamt eine ruhige Zeit verbracht: ein wenig gespielt, ausgeschlafen, biiiiisschen gearbeitet. An Silvester haben wir Pizzasuppe gekocht und sind dann zu Lawrence Hall of Science gefahren um das Feuerwerk zu betrachten. Scheinbar ist es verboten seine eigenen Knaller und Raketen zu kaufen, wir haben auch nirgends welche gesehen. Das einzige Feuerwerk, was es zu sehen gab, war in der Nähe des Ferry Buildings in San Francisco. Eines war wohl noch in Oakland und ein andere in der Berkeley Marina, das war aber nur sehr klein und kaum wahrnehmbar.

In der ersten Januarwoche hatte die LBL Atlas Gruppe ihr jährliches Meeting: eine Woche lang tragen alle Mitglieder vor, woran sie arbeiten. Auch gab es ein Konferenz Dinner in San Francisco. Das war dem Preis nicht angemessen, aber trotzdem ein netter Abend.

Einen Abend im Januar hatten wir Mayra und Chris eingeladen. Wir haben gekocht und anschliessend gespielt. Es gab typisch „deutsches“ Essen: Kräutercremesuppe (Anmerkung der Redaktion: Gerne wieder!), Spiessbraten mit Kartoffelgratin und Speckbohnen und zum Nachtisch Kaiserschmarrn mit Vanillesosse. Anschliessend haben wir gespielt.

Am 21. Januar war hier Feiertag wegen Martin Luther Kind Jr’s Birthday. Das verlängerte Wochenende haben wir gut genutzt: Zu unserem zweiten Jahrestag (und Valentinstag) hat Sascha mir eine Reise nach Seattle geschenkt. Freitag Abend sind wir hingeflogen und am Dienstagmorgen ging es wieder zurück. Wir hatten bis Montag Abend einen Mietwagen, das war praktisch, denn so waren wir nicht auf die öffentlichen Verkehrsmittel angewiesen, die hauptsächlich nur aus dem Bus bestehen. Samstag waren wir im Boeing Werk. Neben einer Ausstellung von verschiedenen Cockpits und Triebwerken hat man die Produktionslinie von 777, 787 (Dreamliner) und 747(Jumbo) gesehen. Leider durfte man verständlicherweise keine Bilder machen. Sogar Handys waren verboten, eines von einem anderen Besucher wurde auch sogar eingesackt und überprüft. Die Dreamliner Teile werden mit Dreamliftern, umgebauten 747 nach Seattle geflogen und dort zusammengesetzt. Da es nur vier von diesen Dreamlifter gibt, war es schon eine kleine Besonderheit, dass wir einen gesehen haben, der direkt vor uns über das Gelände gefahren ist.

Im Shop habe ich Weltraumeis gekauft, das hat wie Eis geschmeckt, nur eben nicht kalt und die Konsistenz war seltsam. Meine Angst, die ich in Washington davor hatte, kann ich nicht mehr bestätigen.

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Die Eingangshalle des Boeing Werks

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Triebwerk

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Im Cockpit

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… und genau deswegen kann ich kein Pilot werden – ich würde gegen eine Wand fliegen 😀

Auch am Samstag  Nachmittag, sind wir in das Aviation Museum gefahren, weil das Wetter bedeckt, kalt und regnerisch war. Es gibt unfassbar viele verschiedene Flugobjekte dort. Ausserdem gibt es eine Abteilung zur Geschichte des Flugzeugbaus und einige Flugsimulatoren. Wir sind in den von den Blue Angels gegangen. Die Simulation war ein Teil aus der Flugshow, die wir auf der Fleetweek gesehen haben. Ich hatte richtig bammel und hab glaub ich Saschas Hand zerquetscht 😦

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Blackbird, eine insgesamt von 20 verbliebenen

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Aerocar (Auto mit ausfahrbaren Flügeln)

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Der A-Team Hubschrauber?

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Jet mit Knubbelnase

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Im Cockpit einer Blackbird (einer die verunglückt war)

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…wenn da mal nichts falsch zusammengesetzt wurde…

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Concorde

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Air Force One

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Präsidentenklo

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Die erste Boeing 747, schade, dass man nicht hinein konnte

Ausserdem war noch eine Test-Version eines Space Shuttles zu sehen.

Am Sonntag stand Seattle Downtown auf dem Programm. Da der Himmel noch bedeckt war, haben wir die Underground Tour am Vormittag gemacht. Früher lag Seattle auf Meeresspiegelhöhe, was einige Probleme mit sich zog. Bei einem Brand 1889 ist das Business District fast vollständig abgebrannt. Daher wurden Holzbauten verboten und die Stadt „angehoben“. Man erreichtete neue Gebäude ausgehend vom alten Straßenniveau. Strassen setzte man auch höher Gehsteige blieben so tief. Die dadurch entstehende Höhendifferenz war aber zu gefährlich, weshalb man letztendlich auch die Gehsteige höher setzte. Erdgeschosse wurden zu Kellern.

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Das ehemalige Seattle Hotel ist jetzt ein Parkhaus

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Underground Hotel

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Der ehemalige Gehsteig

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Pioneer Square und Seattle Hotel

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Da das Wetter besser zu werden schien, und es ein Wunsch von mir war, sind wir nach Downtown Seattle gefahren und weiter zur Space Needle. Von dort aus hatte man einen klasse Blick auf Seattle, sogar Mount Rainer war zu sehen – erster Schnee für diesen Winter

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Space Needle

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Lake Union. Da irgendwo wohnt Tom Hanks in Schlaflos in Seattle

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Elliot Bay

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Skyline

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Anschliessend sind wir zum Pike Place Market gefahren und sind dort umher gelaufen. Mittag gegessen haben wir im Hard Rock Cafe, wo ich mein T-Shirt gekauft habe. Der Pike Place Market ist eine Art Farmers Market mit ziemlich viel ekligem Zeug wie lebende Hummer, Krabben, Fisch und Früchte in allen Formen und Farben. Wir haben dort ein Geschäft gefunden namens „Bavarian Meats“. Da hab ich für Sascha ein Würstchen und zwei Scheiben Käse gekauft, ausserdem ein Knoppers für mich.

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Der allererste Starbucks

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Blick auf Downtown

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Blick auf Mount Rainer von Pike Place Market aus

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Sonnenuntergang

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Deutsche Zeitungen, aber einen Tag zurück in der Zeit

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„People in Seattle do strange things.“

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Space Needle bei Nacht

Am Montag, unserem letzten Tag sind wir erst zu den Hiram M. Chittenden Locks gefahren. Die wurden gebaut, um das Meerwasser von Pudget Sound dem Süsswasser in Lake Union und Lake Washington fernzuhalten. Ausserdem sind die Locks auch eine Lachsstraße, denn die Lachse laichen irgendwo im Süßwasser und schwimmen wieder zurück ins Meerwasser. Um den Fischen die Reise zu erleichtern – und weil deren Weg durch die Locks versperrt wurde, richtete man eine Fish ladder ein.

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Fish ladder (ohne Fischis)

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Lock geöffnet…

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Boote (kommend vom Meerwasser) fahren rein…

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Lock fährt hoch, anschließend wird die Süßwasserseite geöffnet und die Boote können rausfahren.

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Kran.

Nach dem Locks wollten wir in den Discovery Park. Allerdings ist dieser Park leider nicht für Autos zugänglich, sondern nur für Fahrradfahrer und Fußgänger. Da es immernoch kalt war   und regnerisch schien, sind wir wieder nach Downtown Seattle gefahren und haben das Aquarium von Seattle angeschaut. Danach haben wir am Flughafen das Auto zurück gebracht. Wir haben den Bus zum Hotel genommen. Wir mussen einige Zeit warten und einmal umsteigen. Bei der Transfer-Haltestelle stand, dass der Bus erst im 40min kommen würde. Bis dahin wäre ich erfroren, aber zum Glück fuhr der Bus gegen den Plan und kam nach 10min.

Dienstag früh wurden wir mit dem Hotel Shuttle zum Flughafen gefahren und sind zurück in die Bay Area geflogen. Danke sehr Schatz, für diese Reise. Mir hat es sehr gut gefallen. Kuss.

Eine Antwort to “Zwischen den Jahren und im Januar Seattle”

  1. Christopher April 5, 2013 um 9:18 am #

    Hey Bertha,
    nachdem ich mich ewig nicht gemeldet habe (aber deinen Blog natuerlich nach Moeglichkeit verfolge) wollte ich dies mal nachholen.
    Ich finde es echt unglaublich was du alles zu sehen bekommst und finde es toll, dass ihr so viel unternehmt! Weiter so.
    Was ich nicht mitbekommen habe: Wie laeuft es denn an der Uni und wie geht es weiter bei dir? Kommst du ueberhaupt nochmal zurueck? 🙂
    Viele Gruesse und alles Gute
    Christopher

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